Wertvolles Eigentum online verkaufen – wirklich sinnvoll? 1

Wertvolles Eigentum online verkaufen – wirklich sinnvoll?

Im Internet kann fast alles verkauft und zu barem Geld gemacht werden

Jeder von uns kennt das Problem: Wenn eine neue, zuweilen recht kostenintensive Anschaffung getätigt wurde, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass der Artikel, der ersetzt werden soll, defekt oder unbrauchbar geworden ist. Also stellt sich unweigerlich die Frage, was mit dem ausgedienten Gerät nun geschehen soll.

Dieser Artikel beschäftigt sich damit, wie teure Besitztümer sicher und zum besten Preis verkauft werden können. Dabei wird auch unter die Lupe genommen, ob ein Verkauf im Internet eine gute Idee sein könnte.

Wenn man nur wüsste, wohin …

Dem Entschluss, sich von einem bestimmten Gegenstand zu trennen, können viele Faktoren zugrunde liegen. Meist wird in einer solchen Situation einfach ein neues, besseres Modell angeschafft. Wer sich beispielsweise einen neuen Fernseher gönnen möchte, weil das bisherige Gerät nicht  mehr den aktuellen Ansprüchen genügt, dem drängt sich förmlich die Frage auf, wie mit dem zu ersetzenden Modell nun weiterverfahren werden soll. Niemand benötigt schließlich zwei Fernseher in einem Zimmer. Das Entsorgen des funktionstüchtigen und vermutlich auch noch werthaltigen Gerätes, kommt jedoch vermutlich auch nicht in Frage.

Schließlich hat man dafür einst viel Geld bezahlt und auch, wenn er der neuen Konkurrenz nicht mehr standhalten kann und deshalb weichen muss, so ist er dennoch viel zu schade für die Halde.

Die gleiche Argumentation lässt sich mit vielen weiteren Besitztümern fortsetzen. Zwei Armbanduhren braucht grundsätzlich ebenso niemand, wie zwei Waschmaschinen oder gar zwei Autos. Natürlich gibt es Menschen, die sich beispielsweise den Luxus eines Zweitwagens leisten. Doch in der Regel wird vermutlich das alte Fahrzeug für ein neues ersetzt – alleine deshalb, um eine finanzielle Grundlage zu haben. 

Finanzielle Engpässe führen nicht selten dazu, dass man Abschied nehmen muss von dem einen oder anderen Gegenstand, wenn dieser nicht unbedingt benötigt wird, allerdings einen großen Erlös beim Verkauf verspricht. An diesem Punkt drängt sich förmlich die Frage auf, wie man die alte Uhr, den alten Fernseher oder eben das alte Auto an den Mann oder die Frau bringt.

Von Flohmärkten und Zeitungsanzeigen

Während verkaufswillige Bürger in einem solchen Fall früher Inserate in Zeitungen schalten mussten, kleine „Biete …“- Zettelchen im Eingangsbereich diverser Supermärkte verteilt haben oder ihre Ware auf einem örtlichen Flohmarkt darboten, verspricht das Internetzeitalter eine erheblich einfachere Lösung parat zu haben. Das Dilemma an vorgenannten und früher häufig benutzten Lösungen war meist die Reichweite, also die Anzahl an Menschen, die mit einer dieser Methoden erreicht werden können.

Die Klientel beispielsweise, welche die Zettel am Eingang des Supermarktes sieht, ist wohl doch recht überschaubar. Zumeist wird es sich dabei wohl um Anwohner in der näheren Umgebung handeln. Andernfalls würden sie ja nicht dort einkaufen, richtig? Also sehen solche Zettel immer wieder die gleichen Leute. Tag für Tag. Ähnlich verhält es sich mit Inseraten in einer Zeitung, denn diese ist ebenfalls meist regional begrenzt und hat daher meist nur eine kleine Reichweite.

Eine angebotene Armbanduhr wird in einer Zeitschrift in München wohl keine potentiellen Käufer aus Hamburg erreichen. Zudem kosten Anzeigen oft eine Menge Geld und sind obendrein zeitlich begrenzt.

Noch überschaubarer ist die Kundschaft auf einem örtlichen Flohmarkt, weshalb auch diese Option oftmals ausscheidet, zumal sich hier ohnehin eher Schnäppchenjäger tummeln.

Das Internet als gelobtes Land für Gebrauchtwaren?

Das Internet bietet für Verkäufer ganz neue Perspektiven. Heutzutage kann man mit vergleichsweise geringen Mitteln eine breite Masse erreichen und der Clou ist zudem, dass eine Anzeige im Internet auf einigen Portalen sogar vollkommen kostenlos geschaltet werden kann.

Natürlich ist der Verkauf im Internet nicht uneingeschränkt empfehlbar. Neben vielen Vorteilen gibt es auch einige Nachteile, die unbedingt bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden müssen. Insbesondere sind sich viele Privatverkäufer nicht über ihre Rechte und Pflichten im Klaren. Es ist also ratsam, sich zunächst einmal umfassend mit den Vor- und Nachteilen zu beschäftigen.

Vorteile beim Onlineverkauf

Die Vorzüge, die mit einem Online-Verkauf aller möglichen Waren einhergehen, sind auf den ersten Blick nicht schwer zu erkennen. Einerseits bietet das Internet ganz neue Möglichkeiten, was die Reichweite anbetrifft. Einmal reingestellt, kann das eigene Inserat theoretisch von jedem Menschen auf der Welt mit einem internetfähigen Gerät angeschaut werden.

Die Anzahl der potentiellen Käufer lässt sich auf diese Weise also exorbitant steigern. Dieser Punkt ist sicherlich der populärste der Faktoren, welche für einen Verkauf im Internet sprechen. Ein weiteres entscheidendes Kriterium ist, dass man für eine Anzeige meist nichts zu bezahlen braucht und der dritte wichtige Punkt ist die überaus bequeme Abwicklung.

Vom ersten Artikelfoto bis hin zur Übergabe muss man oftmals nicht einmal das Haus verlassen, was den Verkauf der wertvollen Uhr, des Autos oder sogar eines Hauses über eine Onlineplattform äußerst verlockend macht. Bequemlichkeit und Reichweite sind also die hauptsächlichen Argumente für einen Verkauf im Internet.

Nachteile Onlineverkauf

Wo es Licht gibt, ist bekanntlich auch Schatten und so hat natürlich auch der Verkauf im Internet seine Tücken und Stolperfallen. Einer der weiteren Vorteile des World Wide Web ist zugleich einer der größten Risikofaktoren: Die weitestgehende Anonymität.

Cyberkriminalität wird immer ausgeklügelter und raffinierter. Ein plumpes Beispiel, für das noch nicht einmal IT-technische Kenntnisse vorausgesetzt werden, ist der schlichte Betrug. Werden teure Gegenstände per Post versendet, kann der Käufer reklamieren, dass die Ware entweder gar nicht angekommen ist oder die Lieferung im beschädigten Zustand erfolgte. Unerfahrene Verkäufer lassen sich von derartigen Praktiken schnell einschüchtern, was den Betrügern verständlicherweise hervorragend in die Karten spielt.

Unabhängig von Machenschaften dieser Art gibt es für echte Profis auch Möglichkeiten, einen Verkäufer ganz „legal“ hinters Licht zu führen. Das beginnt bereits mit der Einschätzung des aktuellen Wertes, was den angebotenen Artikel anbetrifft. Rhetorisch gewiefte Käufer versuchen meist, dem verkaufenden Nicht-Profi sein Eigentum schlechtzureden, um den Preis zu drücken.

Gerade wenn die Person nicht als Privatkäufer auftritt, sondern sich als Händler zu erkennen gibt, gewinnen die Verkäufer schnell Vertrauen in dessen Fachkenntnis.

Plötzlich hat die Armbanduhr, welche einst 800€ kostete, einen Kratzer, welcher den Wert auf angeblich 200€ mindert. Auch unseriöse Aussagen wie „die Nachfrage für diesen Artikel ist nicht mehr vorhanden, aber ich gebe Ihnen dennoch 150€“, sind keine Seltenheit.

Aus Mangel an Wissen neigt der Verkäufer dann dazu, den Artikel für diesen Preis zu verkaufen und freut sich, wenigstens noch ein paar Euro damit verdient zu haben. Wer die Armbanduhr, welche vor 2 Wochen noch das eigene Handgelenk schmückte, kurze Zeit später auf der Website des Käufers wiederfindet, wo sie für schlappe 500 € angeboten wird, muss sich darüber nicht wundern. Ein gutes Geschäft für den Wiederverkäufer auf Kosten der eigenen Unwissenheit.

Wie kann ich sicher und lohnenswert verkaufen?

Um einem solchen bösen Erwachen vorzubeugen, gibt es die Möglichkeit, beispielsweise das eigene Auto im Vorfeld von Profis bewerten zu lassen.

Hier kommen wieder die Vorteile des Internets zum Tragen, denn mit Hilfe diverser Portale, auf denen man alle relevanten Daten eingibt oder der guten alten Schwacke-Liste kann der Wert des eigenen Fahrzeugs erheblich genauer eingeschätzt werden, als man es als Laie jemals könnte.

Mit einer solchen Einschätzung im Rücken ist man für den Verkauf bestens gewappnet und wird vor einem Verlust von Hunderten von Euros oder sogar mehr bewahrt. Grundsätzlich empfiehlt es sich stets, im Vorfeld genaue Informationen einzuholen, was den aktuellen Wert der zu verkaufenden Ware anbetrifft.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es sich sehr wohl lohnt, auch wertvolles Eigentum im Internet zu veräußern. Wer sich gut bezüglich des Wertes der zu veräußernden Gegenstände informiert und bestimmte Vorkehrungen trifft, der kann bedenkenlos auch die teure Uhr, das eigene Auto und sogar das eigene Haus online anbieten.

Um sich vor Betrügern zu schützen, sollten die Waren (sofern überhaupt möglich) nicht per Post versendet werden. Stattdessen sollte die Kaufabwicklung persönlich erfolgen.

Viele Portale bieten die Möglichkeit, kostenlose Kleinanzeigen aufzugeben. Auch Plattformen wie mobile.de,  eBay oder immonet können reichweitenstarke Inserate platziert werden, sodass ein Käufer häufig schnell zu finden ist.