Sachwerte – eine sichere Anlageform

Unter Sachwerte verstehen wir einen Sammelbegriff verschiedener Anlageformen. Wer in alle investiert, ist bereits breit aufgestellt. Die Gefahr eines Totalverlustes ist damit sehr gering. Doch sollten Sie Sachwerte als nur einen Aspekt Ihrer Anlagestrategie betrachten. Dadurch gelingt Ihnen die größtmöglichen Diversifizierung.

Welche Sachwerte am beliebtesten sind und was es bei ihnen zu beachten gilt, erklären wir jetzt!

Gute Gründe für Sachwerte als Investment:

  • Alternative zu klassischen Geldanlagen
  • Besserer Inflationsschutz
  • Gutes Risiko-Rendite-Verhältnis
  • Ideal für langfristig ausgelegte Anlagestrategien
  • Perfekte Ergänzung zu anderen Anlageformen

Warum in Sachwerte investieren?

Die letzten Jahre haben gezeigt wozu eine extrem lockere Geldpolitik führen kann. Tagesgeld, Festgeld und ähnliche Anlageformen erwirtschaften fast keine Zinsen mehr. Weil der Leitzins auf dem Nullpunkt steht, wird sogar über Negativzinsen nachgedacht. Laut der Europäischen Zentralbank (EZB) das beste Mittel, um die Inflation zu kräftigen. Doch Sparer werden hart bestraft und könnten künftig sogar Geld verlieren, wenn sie ihr Geld einfach auf dem Konto liegen lassen.

Die Mischung aus niedrigen Zinsen und einer angestrebten Inflation von um die zwei Prozent, fürchten die Anleger nun. Dabei gibt es keine Aussicht auf Besserung.

Deshalb sind renditestarke Geldanlagen heute gefragter denn je.

Diese Sachwerte lohnen sich am meisten

Viele Sachwerte bieten großes Potential für hohe Renditen. Jedoch sollte diese Chance in einem vernünftigen Verhältnis zum Risiko stehen. Weshalb sich hier einige Anlageformen herauskristallisieren.

Gold: Der sichere Hafen in Krisenzeiten

Stark begrenzte Goldvorräte und ein steigender Bedarf an diesem Edelmetall, sorgen für steigende Kurse. Zwar mag der Goldpreis immer mal wieder nach unten ausbrechen, aber langfristig kann es nur nach oben gehen. Gerade jetzt, wo die Zinsen so niedrig liegen, ist Gold sehr lukrativ.

Sie können physisches Gold erwerben und bei sich daheim einlagern. Aus Gründen der Sicherheit sollten Sie es aber wohl in einer Bank deponieren. Diese verlangt dafür eine regelmäßige Gebühr. Doch bei Verlust (bspw. Diebstahl) ist das Institut dafür verantwortlich.

Neben Goldbarren, können Sie auch Münzen erwerben oder Gold als Aktie bzw. Option handeln.

Viele Experten raten, bis zu zehn Prozent Ihrer Geldanlagen in Gold zu investieren. Somit besteht für Krisenzeiten immer ein Puffer, welchen Sie sofort zu Geld machen könnten.

Allerdings ist es nicht einfach zu definieren, wann der beste Einstiegszeitpunkt für den Goldkauf ist. Sie sollten zudem starke Nerven haben oder nur selten den aktuellen Goldkurs verfolgen. Aufgrund von Angebot und Nachfrage, schwankt der Preis des Edelmetalls zwischenzeitlich sehr stark.

Bedenken Sie zudem, dass Gold keine Zinsen erwirtschaftet. Sie sind einzig vom Verkaufspreis abhängig. Nur wenn dieser über dem Einkaufspreis liegt, erzielen Sie einen Gewinn. Womit Sie vollkommen der Kursentwicklung unterliegen.

Immobilien: Vermietung bringt passives Einkommen

Neben Gold gilt der Erwerb von Immobilien als relativ krisensicher. Vielleicht steigen Sie mit einer kleinen Eigentumswohnung ein. Diese wird entweder fest vermietet oder Feriengästen angeboten.

Der Clou: Sie sichern sich gegen die Inflation gleich doppelt ab! Zuerst erhalten Sie wiederkehrende Mieteinnahmen. Später können Sie das Objekt gewinnbringend verkaufen.

Dies setzt die Wahl des richtigen Standorts voraus. Außerdem dürfen Sie nicht beliebig Immobilien erwerben. Es gibt einige Kriterien, welche es zu beachten gilt. Lesen Sie dazu mehr in unserem Immobilien-Ratgeber.

Durch die niedrigen Zinsen, können Sie Immobilien aktuell recht günstig erwerben. Wichtig ist dabei, dass eine lange Zinsbindung gewählt wird. Der Effektivzins steigt dadurch ein wenig, aber Sie nutzen das niedrige Zinsniveau langfristig aus. Denn von hier an, können sie nur noch steigen.

Falls es nötig ist, können Sie die Immobilie auch als Sicherheit für weitere Finanzierungen angeben. Was nur funktioniert, wenn Sie bereits einen Teil oder alles vollständig abbezahlt haben.

Wenn Sie diese Form der Sachwerte in Betracht ziehen, braucht es einen kompetenten Steuerberater. Dieser kann für Sie verschiedene Kosten geltend machen.

Den günstigen Zinsen stehen hohe Kaufpreise gegenüber. Denn bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware, gerade in den Großstädten. Der Trend geht dahin, ein wenig außerhalb zu wohnen. Vom Stadtrand aus geht es dann immer noch zügig zum Arbeitsplatz, den Einkaufsmöglichkeiten etc. Hier sollten Sie nach passenden Objekten suchen.

Aktien erwerben und der Inflation trotzen

Erwerben Sie Unternehmensbeteiligungen, um an deren Geschäftserfolgen zu verdienen. Aktien kaufen bedeutet, Anteilseigner der Gesellschaft zu werden. Die Renditen wirken verlockend und manches Unternehmen gibt Dividenden noch dazu.

Zum Schutz vor der Inflation, sollten Sie auf zukunftsträchtige Unternehmen setzen. Diese sitzen nicht nur im Technologiebereich. Beachtenswert sind alle Branchen, deren Nachfrage nicht versiegen sollte. Lebensmittel (insbesondere Fast Food), Tabak- und Alkoholhersteller Ölfirmen und Pharmakonzern sind da nur einige Beispiele.

Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. Es müssen Aktienunternehmen gewählt werden, welche heute und für die Zukunft viel Substanz besitzen. Starker Wettbewerb kann zwar das Geschäft beleben, ist aber stets ein Risikofaktor.

Für den Aktienhandel braucht es deshalb viel Wissen rund um Analysen und Firmenbewertungen. Entweder eignen Sie sich dieses selbst an oder lassen jemanden Ihre Entscheidungen treffen. Was sich wiederum in höheren Gebühren niederschlägt.

Endliche Rohstoffe mit großer Nachfrage

Viele Ressourcen, welche wir in großen Mengen verarbeiten, besitzen nur begrenzte Vorkommen. Selbst mit gutem Recycling, stoßen wir irgendwann an die Grenzen. Diese Endlichkeit macht diese Rohstoffe so wertvoll.

Sie können in Öl, Silber, Kupfer, Zink und andere Ressourcen investieren. Auch hier gilt es den richtigen Zeitpunkt abzupassen. Die Weltwirtschaft wandelt sich stetig. Auf lange Sicht wird die Nachfrage aber steigen.

Die Besonderheit besteht darin, dass Sie sich nun keine Fässer voll mit Rohöl in die Garage stellen. Stattdessen erfolgt der Handel mit Zertifikaten. Dieser erweist sich als sehr komplex sowie lebhaft. Weshalb Sie hier dringend gut informiert investieren sollten!

Fazit zu Sachwerten als Anlageform

Wenn Sie in Sachwerte investieren wollen, wird fast immer ein langer Anlagehorizont angestrebt. Theoretisch können Sie bei Gold und Aktien durch große Kurssprünge schnelle Gewinnmitnahmen erzielen. Ihre Anlagestrategie ist aber besser beraten, wenn sie einen nachhaltigen Charakter besitzt.

Sachwerte eignen sich sehr gut, um Ihre Investitionen breit zu streuen. Edelmetalle, Wertpapiere, Immobilien und wichtige Rohstoffe, besitzen tolle Renditechancen. Wenn Sie diese Möglichkeiten mit klassischen Geldanlagen kombinieren, vereinen sich die Vorteile aus beiden Welten.

Eine absolute Gewinngarantie wird Ihnen niemand geben. Sachwerte sind vor allem mit viel Wissen verbunden. Sie sollten also lernbereit sein oder zumindest einen Berater kennen, welcher sich gut mit diesen Anlageformen auskennt.